Hochbeete sind vor einigen Jahren in Mode gekommen und erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit. Kein Wunder, bieten sie ja viele Vorteile, die man bei dem klassischen Beet nicht hat. Wer darüber nachdenkt sich ein Hochbeet zuzulegen, steht zu Beginn vor der Frage, ob er es selber bauen oder doch lieber kaufen möchte. Dazu habe ich einige Gedanken.

Ich halte Hochbeete an sich für eine tolle Möglichkeit, das klassische Beet ins 21. Jahrhundert zu holen. Viele Probleme, die man sonst mit einem Beet hat, entfallen bei einem Hochbeet. Es ist widerstandsfähiger gegen manche Insekten und Tiere (auch vor z.B. Hunden ;-)), lässt sich gut zum Kompostieren von Gartenabfällen verwenden und schont zudem noch Rücken und Knie. Wer davor steht sich ein Hochbeet zuzulegen, muss aber erstmal entscheiden, wie er es haben will.

Die Vor- und Nachteile eines selbst gebauten Hochbeets

Vor allem Hochbeete aus Holz wirken wie Bauprojekte, an die sich auch unerfahrene Handwerker wagen können. Es sind ja eigentlich nur paar Bretter oder Balken in einem Rechteck angeordnet – oder? Was einfach wirkt und vielleicht auch schnell zusammengezimmert ist, kann schon nach wenigen Monaten Probleme machen.

Denn vor allem bei Hochbeeten aus Holz muss man bedenken, dass Holz gerne von der Natur wieder zurückerobert wird. Regen, Frost, starke Trockenheit und natürlich die ganzen Insekten setzen dem Material zu und können dafür sorgen, dass die ganze Konstruktion mit der Zeit mehr und mehr zerfällt. Das ist ärgerlich und häufig umständlich zu reparieren.

Natürlich hat Selberbauen immer einen gewissen Charme. Man schaut auf etwas und weiss, dass man es mit den eigenen Händen aus der Erde gestampft hat. Der Charme verfliegt natürlich schnell, wenn das aus der Erde gestampfte schnell wieder zur Erde zerfällt. Daher mein Tipp: Weiß man, worauf zu achten ist, kann man sich ans Hochbeet bauen wagen. Wenn nicht, ist das Kaufen vielleicht die bessere Idee.

Ein gekauftes Hochbeet: Vor- und Nachteile erklärt

Es gibt vor allem ein Punkt, der gerne gegen ein gekauftes Hochbeet genannt wird: Die Kosten. Dabei wird vergessen, dass auch die Materialien für ein selbst gebautes Hochbeet Kosten verursachen. Vor allem, wenn das Hochbeet so baut, dass es länger als nur 1-2 Jahre stehen bleibt und dabei auch noch gut aussieht. Hinzu kommt, dass ein gekauftes Hochbeet in der Regel weniger Zeit kostet, bei der Planung und dem Zusammenbau.

Gekaufte Hochbeete sind in der Regel die bessere Wahl, wenn man nach einer optisch ansprechenden und lang funktionierenden Lösung sucht. Denn die Hersteller kennen das Material und ihre möglichen Bearbeitungen. Damit schaffen sie es häufig recht gut ein Produkt zu entwerfen, dass trotz Wind und Wetter jahrelang seine Funktion erfüllt.

Für den Kauf eines Hochbeets gibt es einige Anbieter. Einer von ihnen ist z.B. WoodBlocX, ein Unternehmen in Großbritannien, das bereits seit mehr als 100 Jahren Produkte aus Holz fertigt. Hier bietet man Hochbeete im Bausystem an und erlaubt damit mit recht wenig Aufwand stabile Holzkonstruktionen fürs Gärtnern zu schaffen.

Würde ich heute ein Hochbeet selber bauen oder kaufen?

Es ist schon eine Weile her, dass ich selbst ein Hochbeet gebaut habe (mein Bericht dazu hier). Würde ich heute mir wieder ein Hochbeet anschaffen wollen, würde ich es vermutlich kaufen. Mit etwas Planung und Recherche würde ich es bestimmt hinbekommen ein gutes Hochbeet zu bauen, ich hätte aber Sorge, dass ich es nicht widerstandsfähig genug gegen Frost, Regen und Sonne hinbekomme und schon recht bald auf morsche Holzstücke hinabschaue. Klar kann ich das Holz mit Lacken und mehr behandeln. Dann aber wiederum würde ich mir Sorge machen, wie sich das auf die Erde und damit das angepflanzte Gemüse oder Obst auswirkt. Kurzum: Bau einem gekauften Hochbeet hätte ich heute ein besseres Gefühl.

Ich hoffe die Gedanken von mir konnten euch helfen.

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