Wer eine Pumpe im Garten hat kann sich darüber freuen, seinen Rasen günstig bewässern zu können. Das ist besonders im Sommer wichtig, wo nicht nur regelmäßiges, sondern auch richtiges Bewässern gebraucht wird. Heute will ich euch zeigen, worauf ihr beim Bewässern eures Rasens zu achten habt.

Eigentlich lässt sich sagen, dass das Gießen des Rasens in Deutschland nicht notwendig ist. Die warmen Temperaturen und regelmäßiger Regen sorgen dafür, dass die grüne Fläche gut wachsen kann. Steigen die Temperaturen aber, wie in den letzten Jahren, gerne über 30 Grad an, ist regelmäßiges Bewässern sinnvoll. Zu schnell wird sonst aus dem hübschen Rasen eine vertrockne Fläche.

Wie häufig das gemacht werden sollte? Einmal in der Woche ist dabei ein Minimum, fehlt der Regen und die Hitze bleibt, empfehle ich zweimal wöchentlich den Rasen zu mähen. Zur Orientierung hier eine Übersicht:

  • Über 25 Grad und fehlender Regen: Einmal wöchentlich gießen
  • Über 30 Grad: Zweimal wöchentlich gießen
  • Über 30 Grad und fehlender Regen: Dreimal wöchentlich gießen

Häufiges Gießen schadet zwar nicht, ist jedoch für einen gesunden Rasen nicht notwendig.

Richtig gießen im Sommer – keine Kunst

Wer korrekt gießen will, sollte drei Punkte beachten.

1. Rasen wächst dem Wasser hinterher

Deswegen ist es wichtig, lange zu bewässern. Ein kurzes Schwenken mit dem Schlauch bringt nicht den gewünschten Effekt. Denn bei hoher Hitze verdunstet das Wasser schnell. Wer aber nicht stundenlang im Garten stehen will, investiert einige Euros in einen guten Rasensprenger.

2. Sanftes Bewässern

Denn Rasensprenger sind es, die sanft für Feuchtigkeit sorgen. Ein Bewässern mit einem starken unter Druck gesetzten Schlauch wühlt lediglich den Boden auf und beschädigt die grünen Stränge. Hat man keinen Rasensprenger, so sollte die Düse des Schlauchaufsatzes angepasst werden.

3. Früh und lang im Sommer gießen

Um den ersten Punkt, dass tiefe Eindringen des Wassers, möglich zu machen, wird Zeit benötigt. In der Mittagssonne würde das Wasser zu schnell verdunsten, weswegen abends oder sehr früh morgens (5 Uhr) bewässert werden sollte. Beim aufgehenden Sonnenschein den Garten zu genießen, nebenbei einen (Eis-)Kaffee zu trinken, hat was :-).

Sparen kann man sich die Arbeit durch die erwähnten Rasensprenger, wofür einfach der Wasserschlauch aufgedreht wird und das selbstständige Bewässern (und Weiterschlafen) beginnt.

Zuvor sollte man die Konstruktion für einige Stunden unter Aufsicht getestet haben. Wir haben zwei Rasensprenger gekauft, von denen leider einer nicht durchgehend den Druck halten konnte und zu wenig Wasser verteilte. Auch kann es sein, dass eure Pumpe mal stärkeren und mal schwächeren Druck hat. Testet die Rasensprenger daher einmal, bevor ihr sie ohne Aufsicht arbeiten lasst.

Das Gießen und der Rasenbrand im Sommer

Immer wieder liest man in Foren und sonstigen Portalen, dass das Bewässern bei starker Sonneneinstrahlung zum Rasenbrand führen kann. Hierbei sollen wohl die einzelnen Wasserperlen die strahlende Sonne wie eine Lupe verstärken und damit für Brandstellen im Gras sorgen.

Erfahrene Gärtner sprechen dagegen, erklären jedoch dazu, dass das Bewässern bei Mittagssonne wegen der schnellen Verdunstung sowieso nicht sinnvoll ist. Sorgen um einen verbrannten Rasen muss man nicht haben.

Vorsicht bei frischem Rasen

Das Gießen im Sommer kann ganz anders aussehen, wenn es um einen frischen Rasen oder nachgesähte Samen geht. In diesem Fall ist ein noch längeres und häufigeres Gießen notwendig, da die Samen sonst nur schwer oder gar nicht aufgehen. Auch hier gilt die Regel: Rasen wächst dem Wasser nach! Lasst der Erde daher ausreichend Zeit und Wasser, um dieses bis zu den Wurzeln durchdringen zu lassen.