Ich hatte im Artikel über mein Hochbeet erwähnt, dass ich dort zu Beginn Möhren pflanze. Hier gebe ich kurz einen Überblick, wie genau ich dabei vorgegangen bin und welche Fehler sind aufgefallen und Tipps gegeben werden können.

Beim Anpflanzen von Möhren gilt es darauf zu achten, eine passende Umgebung zu schaffen. Zäune und Drahtgeflechte können eingesetzt werden, um Hasen, Kaninchen aber auch Wühlmäuse von dem wertvollen Gemüse zu halten. Da mein Hochbeet knapp 1,2 Meter über dem Boden liegt, habe ich keine zusätzlichen Maßnahmen getroffen. Sollten Wühlmäuse auch hierhin gelangen, werde ich im Winter einen feinen Maschendraht eingraben.

Die Samen wurden in Abständen von etwa 20 Zentimetern im Beet verteilt und dort knapp 1-2 Zentimeter unter der Erde begraben. Dabei wurden, falls gesehen, andere Wurzel, Stöcke oder Steine entfernt, die das Wachstum behindern könnten. Dann folgte das regelmäßige Bewässern, was bei einem Hochbeet, wegen der stärkeren Durchlüftung, öfter notwendig ist.

Ich will euch zeigen, wie ich meine ersten eigenen Möhren im Hochbeet gepflanzt habe, aber auch, was ich euch empfehle zu beachten, wenn ihr ebenfalls Möhren pflanzen wollt.

Die ersten Setzlinge

Bereits einige Wochen später konnte man erste Setzlinge sehen, die jedoch, aufgrund meiner falschen Planung, ausgegraben und neu positioniert werden mussten. Ich hatte angenommen, dass nur wenige Samen aufgehen würden und diese in Haufen begraben. Nach der Neuausrichtung ging jedoch alles soweit gut, es war wieder ausreichend Platz vorhanden.

Nun folgt wieder das Bewässern, wofür ich jeden zweiten Tag ans Beet gehe.  Hier wird zudem auf alles mögliche an Unkraut geachtet, was kein Möhrensetzling ist. Bei besonders warmen Sommertemperaturen muss der Schlauch öfters gezogen werden.

Laut Planung kann ich die Ernte im August / September erwarten. Bis dahin werden die Möhren immer wieder bewässert und geduldig gepflegt. Übrigens ist alles soweit gut ausgegangen. Die Möhren sind zwar etwas klein geblieben, schmecken dafür aber sehr gut und wurden nach und nach für Saft oder als Snack verarbeitet.

PS: Das Foto zeigt eine der kurz herausgenommenen Möhren, etwa 1 bis 2 Monate vor der Ernte. Noch sind sie klein 🙂

So sehen die ausgewachsenen Möhren im Hochbeet aus

Ich habe noch nie Obst oder Gemüse angepflanzt. Umso gespannter verfolge ich die Entwicklung der Möhren in meinem Hochbeet, über die ich euch hier wieder informieren will.

Möhren aus dem Hochbeet

Vor mehr als einem Monat sahen die Möhren noch recht amüsant klein aus. Gestern habe ich jedoch einige weitere gezogen und diese mit dem Entsafter zum ersten eigenen Bio-Karottensaft umgewandelt. Gefühlt hat der der Möhrensaft noch nie so gut geschmeckt :-).

Aber nun zu den Möhren selbst. Diese haben sich von der Dicke her gut entwickelt, arbeiten sich jedoch nicht durch den Boden, wie vom Supermarkt gewohnt, sondern ziehen eigene Bahnen.

Womit genau das zusammenhängt, kann ich nur vermuten. Gut möglich wäre, dass die Erde zu hart ist und damit das einfache langsame Durchwachsen zum Boden verhindert. Die Möhren müssten sich also durch das Erdrech brechen. Ebenfalls möglich wäre, dass ich beim Umpflanzen der kleinen Setzlinge die Wurzelstränge nicht richtig in den Boden gelegt habe.

Beide Punkte versuche ich in den Griff zu bekommen, indem ich in diesem Winter, sobald alles aus der Erde draußen ist, einiges an Sand zur Erde mische. Zudem versuche ich einiges an zusätzlichem Mutterboden unterzubringen, was wichtige neue Nährstoffe bringt. Letzteres wird jedoch vermutlich erst im Frühling folgen, damit die Nährstoffe nicht ausgewaschen werden.

Für das Problem mit den falsch liegenden Wurzelsträngen will ich bereits zu Beginn alle Karottensamen richtig verteilen und nicht erst gemeinsam setzen und anschließend trennen. Ich hatte das dieses Jahr gemacht, in der Annahme, dass nur wenige Samen aufgehen würden.

Wie es mit den Möhren weitergeht

Geerntet werden die Möhren im September, es bleiben also noch 2-3 Wochen. Dann hoffe ich eine etwas größere Ernte einzufahren :-).

Nachtrag: Die erste Möhren-Ernte war kein großer, aber dennoch Erfolg. Wir haben einige Wochen lang die Erzeugnisse aus dem Hochbeet genossen. Der Geschmack ist nicht mal annähernd mit den Angeboten aus dem Laden vergleichbar.

Zusammenfassung: Was ihr beachten solltet, wenn ihr Möhren pflanzen wollt

Aus meiner Arbeit am Hochbeet habe ich einiges gelernt. Zusammengefasst will ich euch daher folgende Tipps mitgeben:

  • Möhrensamen sind bereits beim Einsetzen ordentlich zu verteilen, da recht viele Samen aufgehen. So spart ihr euch das spätere Vereinzeln.
  • Möhren benötigen einen weichen Boden, der mit z.B. Sand aufgelockert ist. Ist der Boden zu hart, können sich die Wurzeln nicht so einfach ausbreiten und ihr erhaltenen keine schönen großen Karotten.
  • Achtet im Hochbeet immer darauf, Möhren gut beschützt vor Wühlmäusen und Insekten zu halten. Hierfür ist es notwendig, regelmäßig im Beet nach Schädlingen zu suchen und diese bei Bedarf zu entfernen.